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Waldenser museum

Historische Abteilung


Der Ausstellungsablauf ist in sieben Abschnitte eingeteilt, die die Geschichte der Waldenser vom Mittelalter bis zur Gegenwart durchlaufen.

Das waldensische Dissidententum
Die ersten Jahrhunderte der Waldenserbewegung sind durch Abbildungen von Gemälden und Miniaturen dargestellt. Die folgenden Aspekte werden hervorgehoben: die Lehrunterschiede zur dominanten Kirche; die Unterdrückung durch die Inquisition; die Verbreitung des Waldensertums auf europäischer Ebene; die Wanderpredigt.
Die Reformationszeit
In zwei Sälen wird der Anschluss der Waldenser an die Reformation 1532 und das Verständnis von reformierter Kirche und Gottesdienst auch mit Bibeln, liturgischen Objekten und Einrichtungsgegenständen von Kirchengebäuden der Waldensertäler dargestellt.

Die Religionskriege
Im 16. und 17. Jahrhundert sind die Waldenser Piemonts, Kalabriens und der Provence durch die Verfolgungen der Gegenreformation betroffen. Unter anderem ist die berühmte Feldschlange von Giosué Gianavello ausgestellt, jenem Landwirt aus Rorà, der die Verteidigung des Volkes gegen die sabaudischen Truppen 1655 organisierte.
Die Glorreiche Rückkehr
Nie war die Existenz der Waldenser so bedroht wie in den Jahren 1685-98. Auf das Exil der überlebenden des Massakers folgte die Rückkehr in die Heimattäler. In den Vitrinen sind Waffen und andere Gegenstände ausgestellt, die den Hauptakteuren der damaligen Geschehnisse gehörten. Auch das internationale Echo, das das Ereignis damals und in den folgenden Jahrhunderten hervorrief, ist dargestellt.

Das alpine "Ghetto"
Für das 18. und die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Waldenser dazu gezwungen, nur in ihren Tälern zu leben. Dennoch zeugen Objekte und Dokumente von den Hoffnungen auf die Französische Revolution und auf Napoleon und von den Verbindungen mit Holländern, Engländern, Preussen und Russen, Verbindungen, die ein Mittel religiöser Unruhe und kultureller wie wirtschaftlicher Unterstützung darstellten.

Risorgimento und Protestanten - Talbewohner, Missionare und Auswanderer
1848 wurden den Waldensern die bürgerlichen und politischen Rechte zugesprochen. Die Teilnahme am Risorgimento, die Evangelisierung, die Missionen in Afrika, die kulturellen Aktivitäten, die Hilfswerke und die Auswanderung nach Amerika werden durch Objekte und Photographien dargestellt.
In der Krise des 20. Jahrhunderts

Der Erste Weltkrieg, der Faschismus und der Widerstand sind die drei Momente, in denen die Ereignisse für die Waldenser des 20. Jahrhunderts aufgeteilt sind. Das Panorama der Kirchen im zeitgenössischen Protestantismus und der soziale und kulturelle Einsatz bilden den Abschluss des Museums.

öffnungszeiten
  • museum
  • Donnerstag, Samstag, Sonntag
    15:00. - 18:00 Uhr
    Geschlossen
    im Dezember und Januar
  • fühurungen
  • vom Montag bis Freitag
    9:00 - 12:30 Uhr
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