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Waldensian Museum

Das Haus


Im ersten Teil des Museums durchläuft man die Rekonstruktion der Räumlichkeiten, die ein typisches Bauernhaus Ende des 19. Jhdts. ausmachten.Im mit einem Heuboden überbauten Stall begann die Arbeit eines jeden Tages: Heu und Gras für die Tiere bereitmachen, Kühe tränken und melken und den Stall ausmisten. Oft waren es die Kinder, die diese Arbeiten vor der Schule verrichteten.
Der Stall war auch der Ort des Treffens und der Sozialisie-rung in der Familie und mit den Bewohnern des Weilers, denn die Präsenz der Tiere boten einen auch im Winter warmen Platz, an dem man die Arbeitsgeräte reparieren, spinnen und Trag- und Brotkörbe flechten konnte. Zusammen mit den Nachbarn tauschte man während der "Abendwache" Informationen und Erzählungen aus und sang gemeinsam Lieder.
Nicht immer war in den Bauernhäusern genügend Platz, um alle Familienmitglieder in einem Schlafzimmer unterbringen zu können, so dass einige im Heuboden, im Stall oder in der Küche übernachteten. Das Bett hatte keine Matratze, sondern einen mit Mais- oder Buchenblättern gefüllten Sack und selbst gewebte Betttücher aus Hanf und Wolldecken. Die weniger armen Bauernfamilien hatten oft einen Schrank aus Nussholz. Die Kleidung war ansonsten meist in einer Sitztruhe untergebracht. In den Häusern der Waldenser fehlte nie eine Bibel und ein eingerahmter Bibelvers hing an der Wand.
Ein wenig Wärme im Schlafzimmer war durch die Küche gewährleistet, die sich in der Regel im Geschoss darunter befand. In ihrer Mitte stand der Tisch, der selten groß genug war, um der ganze Familie Platz zu bieten. So begaben sich die Kinder oft mit ihrem Napf an die Feuerstelle, den Ausgang oder die Treppe des Hauses. Links davon befand sich der Backtrog für die Zubereitung des Brotes, das im Ofen des Weilers gebacken wurde. An der hinteren Wand die Kredenz um das Geschirr aufzubewahren. Rechts der Kamin, der Ende des 19. Jhdts. durch gusseiserne Öfen ersetzt wurde.
Die Besichtigung des Inneren des Bauernhauses endet mit dem Besuch des Kellers, der in die Erde gegraben oder in den Fels gehauen war. Hier befanden sich die Vor-räte: Wein, Kartoffeln, Kohl, Wurst und Käse.
Außerhalb des Hauses, unter einem Vordach, waren die Arbeitsgeräte für das Feld ("äußeres Ambiente") aufbe-wahrt.
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öffnungszeiten
  • museum
  • Donnerstag, Samstag, Sonntag
    15:00. - 18:00 Uhr
    Geschlossen
    im Dezember und Januar
  • fühurungen
  • vom Montag bis Freitag
    9:00 - 12:30 Uhr
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