
Ein erheblicher, homogener und interessanter Kern des Bestands des Waldensermuseums von Torre Pellice ist durch eine Sammlung von Objekten aus Afrika (Togo, Gabun, Sambesi, Lesotho, Madagaskar, Eritrea) gegeben: diese Objekte sind an die Missionsarbeit gebunden, an der die Waldenser Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts über protestantische Missionswerke Frankreichs teilnahmen.
Einige Gegenstände aus Südafrika gehörten schon zum ersten Katalog des Museums von 1889. Ein Großteil ist zwischen 1884 und 1897 vom waldensischen Missionar Louis Jalla geschenkt worden und stammt aus der Region Sambesi; andere Objekte stammen aus Lesotho und wurden um die Jahrhundertwende von Pastor Jacques Weitzecker geschenkt.
Bis 1939 waren alle diese Objekte im Waldensermuseum von Torre Pellice in einigen ihnen gewidmeten Vitrinen ausgestellt. In jenem Jahr, als es in der von Attilio Jalla und Paolo Paschetto neu entwickelten Ausstellung nicht genügend Platz gab, wurden die afrikanischen Manufakte nach Pomaretto gebracht und dort in einer eigenen Abteilung "Missionarische Oase", ausgestellt.
Später ist die Sammlung nach Torre Pellice zurückgekehrt und von den etwa 250 Objekten sind zur Zeit zirka 50 in einer Abteilung des Museums ausgestellt.